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Die erste multilinguale Online-Schülerzeitung des Gymnasiums Komenský

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KomenskyWahlen

Bilanz nach einem Jahr in der Schülervertretung

Hallo Christoph, du bist jetzt aktuell stellvertretender Schulsprecher. Könntest du unseren Lesern mal erklären, was ihr als Schülervertreter macht und wieso eure Arbeit so wichtig ist?

Generell gesagt besteht unsere Aufgabe darin, die Anliegen der Schüler zu vertreten und für ihre Rechte einzustehen. Konkret geschieht dies in erster Linie im Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) – also einer Sitzung von Eltern, Lehrern und eben auch Schülervertretern –, wo schulinterne Dinge abgeklärt werden und wo man gemeinsam an Lösungen feilt, um diverse Probleme zu lösen. Weiters vertreten wir die Schüler auch im Wiener Schülerparlament, wo alle Schulsprecher Wiens und deren Stellvertreter die Möglichkeit haben zu debattieren und an gemeinsamen Lösungen zu Problemen, die sie im Bildungssystem orten zu arbeiten. Was die Arbeit an unserer Schule konkret betrifft, geht es vor allem um die Umsetzung und Betreuung von diversen kleinen Projekten, sei es das Buffet beim Elternsprechtag oder Unterstützung bei diversen Projekttagen. Aber auch wenn sich irgendetwas von Seiten der Schüler ergibt, irgendwelche Anliegen, Fragen oder Wünsche, dann sind wir natürlich eine besonders wichtige Anlaufstelle.


Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Schulsprecher oder ein Stellvertreter des Schulsprechers haben sollte?

Ganz wichtig ist selbstverständlich die Teamfähigkeit. Ein Schulsprecheramt kann man selbst an einer kleinen Schule wie der unseren nie alleine stemmen. Man muss in der Lage sein, zu dritt, in der Schülervertretung, aber auch mit diversen Klassensprechern und anderen freiwilligen Helfern, organisiert zusammenzuarbeiten. Und wenn man keine gute Planung hat, kann es schnell zu Überforderung führen. Ein weiterer wichtiger Punkt wäre auch die Gewissenhaftigkeit. Selbst in unserer relativ kleinen Schule sind es immerhin an die 250 Schüler, für die man sich einsetzen muss, etwas, das man sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Man trägt eine große Verantwortung.


Was würdest du sagen, waren die größten Erfolge die ihr seit der letzten Wahl verbuchen konntet?

Das, was wohl die meisten Schüler mitbekommen haben, war die Diskussion über die Einführung der sogenannten „Handyhotels“ im letzten Winter. Die Überlegung war, ob man die Schule mit diesen Safes – egal, ob jetzt klassenweise oder in bestimmten Gruppen – ausstatten sollte. Hierbei war es uns besonders wichtig, im schon zuvor genannten SGA aufzuzeigen, dass die Einführung der Handyhotels auch sehr viele negative Effekte hätte, von denen die Schüler betroffen wären. Nach einer guten Vorbereitung und intensiver Recherche, in die wir viel Zeit investiert haben, gelang es uns in einer konstruktiven und sachlichen Debatte, die Interessen und Bedürfnisse der Schüler so darzulegen, dass es diese Handysafes jetzt nicht gibt.


Wie würdest du allgemein eure Arbeit im Schulgemeinschaftsausschuss bewerten?

Was den Schulgemeinschaftsausschuss betrifft, würde ich sagen, dass es sich dabei um eine sehr konstruktive und zivile Debatte handelt. Man ist da überhaupt nicht gegeneinander, sondern man arbeitet mit drei Elternvertretern, drei Schülervertretern, drei Lehrervertretern und der Frau Direktor gemeinsam an Lösungen, die den einzelnen Vertretergruppen am Herzen liegen. Man bespricht sich über Probleme und sucht gemeinsame Lösungen. Es werden aber natürlich auch weniger strittige Dinge besprochen, wie zum Beispiel die Wahl der schulautonomen Tage oder diverse geplante Exkursionen.


Ist jemand von euch Mitglied bei einer Schülerorganisation?

Ich kann nur von mir reden. Nein.


Bei der Landesschülervertretungswahl sind nicht alle Schüler wahlberechtigt. Wahlberechtigt sind lediglich die Schulsprecher. Habt ihr euch bei der Wahl irgendwie geeinigt, wer euer Favorit ist oder habt ihr vielleicht nach irgendwelchen Kriterien gewählt?

Also wie du richtig gesagt hast, zur Wahl der Landesschülervertretung, also der nächsthöheren Ebene, die dann wieder alle Schülervertreter des Landes vertritt und diverse organisatorische Tätigkeiten hat, sind nur die Schulsprecher berechtigt. Es ist natürlich deren Vorrecht zu wählen, wen sie für geeignet halten. Deshalb möchte ich nicht konkret darauf eingehen. Das ist eine persönliche Frage, die man Laura stellen sollte, die letztes Jahr dieses Wahlrecht wahrgenommen hat.

Hast du dazu keine näheren Informationen?

Ich möchte nicht spekulieren, wen sie gewählt hat.


Wie würdest du eure Amtszeit mit drei Wörtern beschreiben?

Ich würde sagen – konstruktiv, zielorientiert und freundschaftlich.

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